Auf ein Neues – die Bundesliga Damen und der Pokalknaller

Eigentlich hatten die Floorballerinnen des Mitteldeutschen Floorball Clubs eine sanfte Einlaufkurve bis zum ersten Bundesligaspiel eingeplant. Dafür standen ihnen zwei Spiele in der ebenfalls neuen Regionalliga Ost zur Verfügung. Fiel der Start vor zwei Wochen gegen den USV TU Dresden noch etwas holprig aus, sollte am letzten Wochenende gegen die SG Berlin mit einer deutlichen Leistungssteigerung geglänzt werden. Aber ohne Gegnerinnen gibt es nicht viel zu glänzen. Personalmangel bei Berlin, weil überraschend doch schon Ende September um Punkte Floorball gespielt wird und ein langes Wochenende zum Tag der Einheit zu anderen floorballfernen Vergnügungen einlädt. Die Spielbetriebskommission trat auf den Plan und reichte Grimma drei Punkte über den grünen Tisch zur Tabellenführung. Soweit zum holprigen Anlauf in die neue Saison im Damen-Floorball. Und nun findet am kommenden Sonntag für die MFBC-Damen nach 5 Jahren erstmals wieder eine Damen-Bundesliga statt. Dabei trifft Grimma um 14 Uhr in der Seume-Sporthalle auf den FC Stern München. Die Münchnerinnen spielten die letzten Jahre im Österreichischen Verband mit und konnten den Gewinn der Österreichische Staatsmeisterschaft vermelden. Aufgrund der Neuorientierung unseres Nachbarlandes, ab dieser Saison einen gemeinsamen Spielbetrieb mit Slowenien zu bilden, fanden die Sterne wieder zurück in den Deutschen Verband. Um einen Spielbetrieb überhaupt abzusichern war die Meldung für die Damen-Bundesliga folgerichtig. Ein Meister wischt demzufolge in der Seume-Sporthalle mal kurz durch.

Unsere Gegnerinnen am Sonntag. Dir obere Hälfte bleibt dabei die Überraschung. Ein „komplettes“ Bild war in der Kürze der Zeit leider nicht aufzutreiben.

Vor einigen Jahren trafen beide Mannschaften im Deutschen Pokalwettbewerb aufeinander, wobei Grimma die Münchnerinnen mit 16:2 deutlich besiegte. Man darf gespannt sein, wie die Gäste am kommenden Wochenende auftreten. Diese müssen bereits am Samstag beim anderen (deutschen) Meister in Weißenfels antreten, um dann am darauffolgenden Sonntag ein zweites schweres Spiel zu bestreiten. Auf der Internetseite der Gäste wurde geschlussfolgert, dass man einen Doppelspieltag bei Bayern München und beim BVB hätte. Vielleicht trifft dies den Kern der Dinge, da die beiden deutschen Top-Teams bestrebt sind, die Punkte erst mal für sich zu verbuchen. Da man beide Team zudem bestrebt sind, ihren Mitkonkurrentinnen aus Dümpten, München und Hamburg die Reise nach Mitteldeutschland nur einmal antreten müssen, kommt es zu diesen Doppelspieltagen. Dies schafft natürlich auch erhebliche Hallenprobleme, woraus sich die Tatsache begründet, dass die Grimmaerinnen in die wenig für die Bundesliga ansprechende Schulsporthalle des Gymnasiums ausweichen müssen. Trotzdem hofft der Trainerstab um Ralf Kühne und Marcus Linke, dass man hier eine ordentliche Leistung zu Beginn der neuen Bundesligasaison anbietet und die Punkte einfährt. Grimma geht natürlich als klarer Favorit in dieses Spiel. Allerdings haben die Münchnerinnen auch einige deutsche Nationalspielerinnen vorzuweisen, die sicherlich gern auch beweisen wollen, dass sie in den letzten Jahren einen erheblichen Leistungsschritt nach vorn getan haben. Man darf also gespannt sein, wie dieses Match ausgeht.

Hier nochmal in bunten Zetteln auf grauer Tischplatte: Die Pokalauslosung

Mit diesem Spiel beginnt auch die Saison richtig, denn Spielausfälle sollte es nun nicht mehr geben. Die nächsten Wochenenden sind mit Spielen in der Regionalliga und Bundesliga verplant. Am 21.10.2017 trifft Grimma dann zum ersten Mal auf den Deutschen Meister aus Weißenfels. Dies ist nur ein Vorspiel auf den alles entscheidenden Matchball für das ablaufende Kalenderjahr. Die beiden mitteldeutschen Dauerfinalistinnen in Meisterschaft und Pokal treffen in der ersten Pokalrunde schon aufeinander. Das ist ein Novum und lässt die Gegnerschaft jubilieren. Zwar hatte Kühne immer Mal geunkt, dass es Zeit wäre, auch mal in der Qualifikation zum Final4 auf Weißenfels zu treffen. Diese Rufe wurden erhört. Nun trifft man bereits in der ersten Pokalrunde aufeinander. Damit steht fest, dass es im kommenden März in Berlin erstmalig nicht zu einem Endspiel zwischen den Cats und den Wikingerinnen kommt. Dieser Pokalkampf findet am 19.11.2017 in der Muldentalhalle statt.

rk

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