Fuchsjagd

MFBC Grimma – Dümptener Füchse 8:2 (0:0, 4:1, 4:1)

Am Ende standen auch im zweiten Spiel dieser Bundesligasaison acht Tore bei den Wikingerinnen zu Buche. Gut so. Aber es war ein hartes Stück Arbeit notwendig, um die engagiert auftretenden Dümptenerinnen zu bezwingen. Mit einem 4:3 Auswärtserfolg in Hamburg starteten die Füchse ihren Wochenendtrip in den Osten. Am Samstag unterlag man zunächst dem deutschen Meister aus Weißenfels knapp mit 5:6. Das gab Schwung für den sonntäglichen Auftritt beim Dauer-Vize aus Grimma.

So begann der Gast das Spiel mit viel Elan und hatte im ersten Drittel einige gute Abschlüsse. Aber Pauliina Pekki hielt den Grimmaer Kasten sauber oder die Bälle flogen an diesem gleich ganz vorbei. Es war wie schon in der letzte Woche gegen München ein etwas zäher Beginn für den MFBC. Dümpten stand hinten dicht und kam mit schnellen Kontern. Noch war zu wenig spielerischer Glanz bei den Hausherrinnen zu besichtigen.

Das änderte sich aber im zweiten Abschnitt. Innerhalb von 40 Sekunden machte Daniela Kolbe und Anne-Marie Mietz aus dem bis dahin ausbaufähigen Unentschieden eine klare Führung. Es wurde mit dem Ball gespielt, das Tempo etwas variiert und auf die Lücke im gegnerischen Verbund gewartet. Dabei agierte Grimma bis zum Ende des Match mit drei Linien, was auch immer wieder Luft verschaffte im Angriffstrubel. Kontinuierliche wurde die Führung auf 4:0 ausgebaut. Die Konter der Gäste wurden rarer, auch weil deren Beste Lena Best gut gedoppelt und aus dem Spiel genommen werden konnte. Probleme gab es nur dann, wenn man die eigene Linie verlor. Als Stefanie Reinhardt wieder zu einem ihrer – auch auf der Grimmaer Trainerbank – gefürchteten Alleingang ansetzte, um dann einen fatalen Fehlpass zu spielen, kam der Einsatz von Best. Mit einem feinen Solo zog sie zum Tor und netzte ein.

Im Schlussdrittel gelang Mietz gleich zu Beginn, den alten Abstand wieder herzustellen. Ein technischer Fehler von Lisabeth Klaus rechts in Tornähe brachte Dümpten in Ballbesitz und schon stand es 5:2 (44.). Kein Problem, denn Grimma war sich seiner Mittel sicher. Bis auf zwei weitere gute Abschlüsse blieben die Füchse ansonsten am Ende blass. Reinhardt, Alexandra Kürth und erneut Kolbe schraubten das Ergebnis deutlich nach oben. Kapitänin Sabine Wagner, die zum zwischenzeitlichen 3:0 (9.) einschob, konnte eine deutliche Leistungssteigerung zum Münchenspiel bei ihren Mädels feststellen. Besonders erfreulich sei auch, dass erneut mit drei Linien durchgespielt werden konnte.

Das macht Mut für die kommenden Aufgaben, denn jetzt beginnen die Weißenfels-Wochen. So treffen sich die beiden Erzrivalen gleich drei Mal hintereinander zum Classico. Zunächst am kommenden Samstag in der Bundesliga und eine Woche später in der weniger wichtigen Regionalliga werden die Stöcke gekreuzt. Die lange Einlaufkurve in Richtung Pokalfight, der dann am 12.11.2017 in der Muldentalhalle steigt. Gleich in Runde 1 eliminiert sich einer der Dauerfinalisten der letzten Jahre aus dem Pokalrennen. Die Ergebnisse davor werden wie immer wenig Aussagekraft haben. Also Zeit sich auf diesen ersten Saisonhöhepunkt einzurollen.

rk

Für die Fotos danken wir einem edlen Spender

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