In der Ruhe liegt die Kraft

60 gespielte Minuten, 10:5 Tore und die Erkenntnis das da mehr drin war beschreiben wohl die Partie der Herren des MFBC gegen die Red Devils aus Wernigerode am besten.

Doch beginnen wir von vorne. 14 Feldspieler plus zwei Torhüter standen Trainer Mattias Persson zur Verfügung. Erstmalig lief die Mannschaft wieder unter Kapitän Robert Ecke auf welcher nach seiner monatelangen Verletzungspause wieder mit von der Partie war.

Das erste Drittel begann vielversprechend. Man starte mit zwei Reihen und versuchte ruhig und kontrolliert aufzubauen. Die schnellen Konter aus Sicht von Wernigerode versuchte man durch aggressive Verteidigung zu unterbinden. Dies gelang zunächst sehr gut, lediglich eine Strafe und die daraus resultierende Unterzahl brachten Wernigerode in Führung. In der Folge agierte man etwas unaufmerksamer bei Tempogegenstößen was zur Folge hatte das die Red Devils bis auf 3:0 davonzogen und damit in die Drittelpause gingen.

Die Coaches aus Leipzig fanden in der Kabine aber die richtigen Worte und innerhalb von nicht mal zwei Minuten stellten die Spieler um Kapitän Ecke den Anschluss zum 3:2 her, Novotny und Schuschwary trafen in dieser frühen Phase des zweiten Drittels. Doch Wernigerode hatte postwendend die Antwort parat. Nach einer undurchsichtigen Situation im Torraum staubte Jungspund Mennigke zum 4:2 ab. Doch auch jetzt behielt man das Zepter in der Hand und gestalte das Spiel. Ruhig und mit klaren Pässen und Abschlüssen erarbeitete man sich Torabschluss für Torabschluss, lediglich die mangelnde Chancenverwertung muss man sich in dieser Phase des Spiels ankreiden, ein Tor zum erneuten Anschluss durch Kanta fiel aber zum zwischenzeitlichen 4:3. Was dann folgte war wieder einmal symptomatisch für die Mannen aus Leipzig. Eine Unterzahl und die eigene Unkonzentriertheit in den letzten Minuten und der hart erarbeitete Anschluss war für die Katz, aus einem 4:3 wird innerhalb von nicht mal 120 Sekunden ein 7:3. Die Vorentscheidung in diesem Spiel?!

Auf Seiten der Leipziger war nach der Drittelansprache nichts von aufgeben zu spüren, vielmehr erinnerte man sich an das Spiel gegen Hamburg zurück als man im letzten Drittel ein 9:3 aufholte und daraus noch ein 9:9 zauberte. Und die Zuschauer der Stadtfeldhalle sahen eine munter aufspielende Leipziger Mannschaft die durch zwei Tore durch Ronkanen auf 7:5 verkürzten. Doch anstatt mit dieser ruhigen und kontrollierten Spielweise fortzufahren, wurde man ungeduldig und es schlichen sich vermeidbare Ballverluste im Spielaufbau ein die zu schnellen Kontern und Toren der Red Devils führten. Somit steht am Ende eine 10:5 Niederlage zu Buche und die Erkenntnis dass mehr drin war, hätte man die Ruhe im Spielaufbau und die Geduld bei Abschlüssen nicht nur über 35 bis 40 Minuten gehabt, Konfuzius sagte bereits „In der Ruhe liegt die Kraft!“

Trainer Mattias Persson fasste das Spiel so zusammen: „Wir haben phasenweise absolut mitgespielt oder das Spiel sogar bestimmt und was das angeht einen guten Schritt vorwärts gemacht. Wir haben aber auch wieder Punkte gesehen wie im Aufbau und im Abschluss an denen wir noch arbeiten müssen. Trotzdem geht die Entwicklung in die richtige Richtung!“

Das nächste Spiel der Herren findet diesen Samstag den 02.12. 16:00Uhr in der Sporthalle am Rabet gegen den TV Schriesheim statt. Alle Zuschauer sind herzlich eingeladen.

mr

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