Das Zehnjährige als finaler Classico

Floorball, Damen, Bundesliga

 

2008 – 2018. Eine Zeitreise über zehn Jahre endet erneut im Classico zwischen dem UHC Sparkasse Weißenfels und dem MFBC Grimma. Prägte die zehn Jahre davor das Sahga-Team Halle die weibliche Floorballwelt, begann im Jahr 2008 eine neue Zeitrechnung. Erstmals trafen vor genau zehn Jahren die Erzrivalen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen aufeinander. Zugegeben, auf Grimma Seite war es eine Spielgemeinschaft mit den Resten des Sahgateams. Das Finale war eine klare Sache, die im Jahr darauf in einer Finalserie über die volle Distanz mündete. Dabei musste sich die SG Halle/Grimma am Ende zwei Mal in der Overtime geschlagen geben.

Anno dazumal, ca. 2008: Anne-Marie Mietz

2010 spielte nur noch Grimma, mit einigen nun ehemaligen Hallenserinnen wie u.a. Doreen Schubert, Silke Unger, Antje Schmidt oder Juliane Künzel. Grimma holte sich den Titel in der Stadthalle zu Weißenfels mit einer souveränen Leistung zurück, nachdem im turbulenten Spiel Nummer 2 die damalige Nationaltorhüterin Juliane Künzel wegen einer roten Karte nach Tätlichkeit vom Platz musste. Sie wurde im Entscheidungsspiel vom Nachwuchstalent Daniela Thomas würdig vertreten, deren Ära danach auf Grimma Seite begann. Danach begann die Zeit der Cats, denn aus dem jungen aber etwas unerfahrenen Team wurde die Meistermannschaft der kommenden Jahre. Die Meisterflaute konnte nur mit dem Pokalerfolg 2011 etwas aufgepeppt werden. In den Finalserien versuchte Grimma ein unterschiedliches taktisches Vorgehen, welches aber nicht zum nächsten Titel führte.

Anno dazumal, ca. 2008: links Sonja Digulla, rechts Susann Schiller

Erst eine 1:6 Klatsche im Pokalfinale 2015 in Chemnitz gebar die Idee eines eher destruktiven Floorballs. Vier Wochen nach der Pokalpleite traf man sich wieder und Grimma verteidigte tief in der eigenen Hälfte stehend und setzte auf das Konterspiel. Drei Spiele waren notwendig, um den Titel zu holen. Nach jeweils 3:2 Siegen für jedes der beiden Teams, fiel die Entscheidung im dritten Spiel kurz vor der Schlusssirene, als Sophie Kühne ihre Karriere mit einem Knaller in den Winkel zum 2:1 Sieg beendete.

Szenen aus dem Meisterschaftsspiel 2015.

Und nun treffen sich beide Mannschaften erneut und zehn lange Jahre im April zur elften Meistersause hintereinander. Der Dauermeister Weißenfels dürfte erneut als Titelverteidiger und Nummer 1 der Vorrunde den Favoriten Rucksack tragen. Ausgepufft, eingespielt und effizient sind die Weißenfelser Tugenden, die bisher immer in diesen Phasen gezogen haben. Aber Grimma weiß die Alles-oder-Nichts-Spiele auch zu führen. In der ersten Pokalrunde traf man sich schon zum Showdown und Grimma zog in Richtung Pokalsieg 2018 alleine weiter. Die Chance auf etwas Historisches in der MFBC-Geschichte besteht – das Double holen. Bisher konnten nur Weißenfels bei den Damen und den Herren das Double perfekt machen. Also die Ziele sind gesetzt. Der UHC will Revanche für die Pokalpleite und sich mit  der wichtigen Meisterschaft schadlos halten. Der MFBC will auch mal wieder Meister sein und nebenbei auch mal das Double holen. Es wird spannend, denn  bereits am kommenden Samstag um 15.30 Uhr wird – allerdings mangels spielbereiter Heimhalle – in der Leipziger Brüderstraße angestoßen. Die Wikingerinnen hoffen, dass die Grimmaer Fans den Weg in die Brüderstraße finden.

Legendär. 2015. Deutscher Meister. Solche Szenen gern wieder!

Samstag, 14.04.2018

15.30 Uhr MFBC Grimma – UHC Sparkasse Weißenfels

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