MFBC Teams
Offizieller Ausrüster des MFBC
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| Was ist der MFBC? Interview mit Ralf Kühne... |
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1. Es wird jetzt viel über die Zusammenschlüsse von Vereinen im deutschen Unihockeysport diskutiert. Dabei fällt auch der Name MFBC. Was verbirgt sich dahinter? Bereits bei der Vorbereitung und Durchführung der Unihockey WM der Damen U-19 im Jahr 2006 in Naunhof und Leipzig haben die Vereine Wikinger Grimma, Löwen Leipzig, CFC Leipzig, Schakale Schkeuditz und Sahga Halle sehr gut zusammen gearbeitet. Das hat uns gezeigt - man kann etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Dazu kam, dass wir für die WM einen Förderverein gegründet haben, um vornehmlich die finanziellen Risiken vom Ausrichter SV 1919 Grimma e.V. (dem Heimatverein der Wikinger Grimma) fern zu halten. Nach der WM haben wir den Förderverein genutzt, um ein weiteres Projekt der bereits genannten Vereine zu starten – die Unihockey-Akademie. Hier bieten wir für unsere jungen Talente eine Möglichkeit sich sportlich weiter zu entwickeln. Ein sportlicher Höhepunkt war dabei die diesjährige Teilnahme von Teams der Unihockey-Akademie am Gothia-Cup. Dieses Zusammenführen unserer Talente soll nun auch im Damen- und Herrenbereich erfolgen, als eine Art Delegierungssystem von unten nach oben. Dazu haben wir den für die WM gegründeten Förderverein in den Mitteldeutschen Floorballclub e.V. umgewandelt, der mittelfristig Heimstätte der Topteams im Damen- und Herrenbereich werden soll. 2. Dann machen alle Vereine beim MFBC mit? Bis auf den CFC Leipzig im Herrenbereich alle der genannten Vereine. Ich hätte es gern gesehen, wenn auch der CFC Leipzig mit eingestiegen wäre, da wir dann in der Breite und auch im Spitzenbereich besser aufgestellt wären. 3. Wie sieht dies nun konkret für das kommende Spieljahr aus? Man hat sicherlich schon gesehen, dass sich die betreffenden Teams der Vereine in den Bundesligen in ihren Teamnamen mit dem Zusatz MFBC versehen haben. Das nur das äußere Erscheinungsbild. Im Herrenbereich werden wir drei Teams in den Spielbetrieb stellen. Vorgesehen ist, dass nach der jetzt laufenden Vorbereitung und im Ergebnis der GFO 2008 eine Nominierung stattfindet. Die besten Spieler werden im Team MFBC Löwen I in der 1. Bundesliga spielen. Die Anschlusskader sollen im Team MFBC Wikinger in der 2. Bundesliga Ost antreten. Ein drittes Team, MFBC Löwen II, hauptsächlich bestehend aus jungen Nachwuchsspieler, wird ebenfalls in der 2. Bundesliga Ost ins Spielgeschehen eingreifen. Im Damenbereich bleibt es leider noch bei der Trennung zwischen den Löwen Ladies Leipzig und der SG Halle/Grimma. Allerdings werden bei der SG Halle/Grimma und auch bei den Löwen Ladies Spielerinnen des CFC Leipzig in der Damen Bundesliga mitspielen. 4. Und mittelfristig ... ist das Ziel, im Mitteldeutschen Floorballclub die besten Spielerinnen und Spieler zusammen zu fassen und mit je einem Topteam in der Damen Bundesliga und 1. Bundesliga Herren an den Start zu gehen. Dazu gehört die weitere Ausbildung unserer Nachwuchstalente in der angeschlossenen Unihockey-Akademie. Ich denke, dass auch die Talente des CFC Leipzig weiter mit im Boot sind. Die Vereine Wikinger Grimma, Löwen Leipzig, Schakale Schkeuditz und Sahga Halle konzentrieren sich weiterhin auf die Nachwuchsarbeit in den verschiedenen Altersklassen und bilden bei Notwendigkeit auch Spielgemeinschaften zur Realisierung des Spielbetriebes. Dabei sehen wir den Schwerpunkt im Nachwuchsbereich natürlich im Großfeldspielbetrieb. Es soll an der Basis eine große Breite geschaffen werden, mit dem Ziel, Talente zu finden und über die Akademie weiter auszubilden. Vielleicht gelingt es uns sogar, über die Nutzung der bestehenden Sport-Förderklassen an der Mittelschule Grimma und im Gymnasium St. Augustin Grimma, wozu auch ein Internat gehört, auswärtige Unihockeyspielerinnen und –spieler für uns zu interessieren. Eine solche Vision mal umzusetzen, wäre toll. Dazu kommen verschiedene Teams im Erwachsenenbereich in den Vereinen, um den Anschlusskadern ihren Spielbetrieb mit einer sportlichen Herausforderung zu ermöglichen. So sind dann die Herrenteams II und III einem Verein in die Verantwortung zu geben. Auch im Damenbereich ist mittelfristig die Konzentration der Kräfte notwendig – ein Topteam und ein reines Nachwuchsteam. Beide dann mit unterschiedlichen sportlichen Anforderungen. 5. Kommen wir zu den sportlichen Zielen in der kommenden Saison und dann auch mittelfristig. Im Damenbereich ist die SG Halle/Grimma wieder zu den Meisterschaftsfavoriten zu zählen. Mittelfristig soll dann ein Topteam und ein reines Nachwuchsteam gebildet werden. Dabei soll sich das Topteam Damen auch international in der EC-Quali bewähren und regelmäßig die EC-Endrunde erreichen. Das ist sicherlich ein sehr hoher Anspruch, der auch nicht gleich erreicht werden kann. Das Nachwuchsteam soll sportlich weiter gebracht werden. Hier soll den Talenten auch viel Spielzeit eingeräumt werden. Sie sollen unter der Führung gestandener Spielerinnen, die ihre aktive Laufbahn ausklingen lassen, lernen und in der Damen Bundesliga die eine oder andere Überraschung schaffen. Das sind dann die bereits genannten unterschiedlichen sportlichen Anforderungen. Im Herrenbereich soll das Team I, jetzt der MFBC Löwen I, schon in der kommenden Saison einen Verjüngungsprozess unterzogen werden. Mit dieser jungen Mannschaft haben wir das Ziel, die Playoffs zu erreichen. Diese Mannschaft wollen wir dann über einen längeren Zeitraum weiter entwickeln. Wir setzen dabei bewusst auch auf die deutschen Talente. Dabei ist es gerade nicht das Ziel, durch die Konzentration der besten Spieler der Vereine nur einen kurzfristigen Erfolg zu erzielen oder einem Trainer den Gewinn der Deutschen Meisterschaft zu ermöglichen. Das Team II, der MFBC Wikinger, soll erneut die Playoffs der 2. Bundesliga Ost erreichen. Dann haben wir noch ein sehr junges Team, der MFBC Löwen II. Dieses Team soll ebenfalls in der 2. Bundesliga Ost Spielpraxis sammeln und dabei für die eine oder andere Überraschung sorgen. Kurzfristig wird sich an dieser Konstellation weder in der sportlichen Zielstellung noch an der Vereinzuordnung etwas ändern. Ich denke, dass wir damit ein ähnliches System aufbauen werden wie z.B. GC Zürich. 6. Sportliche Ziele sind das Eine, aber es gehört doch sicherlich mehr dazu? Natürlich wollen wir mit dem Zusammenschluss und der damit zu vertretenen Zahl der Mitglieder für Sponsoren interessanten werden. Hier laufen bereits Gespräche. Ein erstes Ergebnis ist auch ein Ausrüstervertrag für die beiden Teams MFBC Löwen I und MFBC Wikinger. Es gilt den finanziellen Rahmen zu erweitern, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Dabei haben wir auch noch strukturelle Nachteile. Die Spielerinnen und Spieler kommen aus verschiedenen Vereinen, die dabei zu bewältigenden Entfernungen, auch der Trainer, spielt eine Rolle, eine richtige Heimstatt für die Teams muss gefunden und als solche etabliert werden usw. Auch wollen wir unser bereits vorhandenes Potential nutzen, und natürlich auch erweitern, um für unsere Mitglieder Ausbildungs-, Praktikumsplätze, Zivildienststellen u.ä. anzubieten, damit die Talente auch in der Region bleiben und weiter für uns spielen können. Da ist uns und auch anderen Vereinen der UHC Sparkasse Weißenfels finanziell und materiell um Jahre voraus. Die Rahmenbedingungen sind eben in Leipzig, Grimma, Halle oder Schkeuditz nicht mit denen in Weißenfels vergleichbar. Nun gilt es diesen Standortnachteil auszugleichen und unsere Zielrichtung ist das Schaffen einer breiten Basis mit der Nachwuchsarbeit in vielen Vereinen und von Leuchttürmen, nämlich den Topteams Nachwuchs, Damen und Herren. Diese Pyramiden sind in den Topnationen vorhanden und führen im Großen zu diesen Ergebnissen. Wir wollen im Kleinen dies ebenfalls schaffen. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir uns wieder in der Region um die Ausrichtung eines internationalen Events bemühen werden. Es soll und muss hier vieles umgekrempelt werden. Es soll eine Vision in Wirklichkeit erwachsen. Das fordert viel Engagement und Durchhaltevermögen; auch viel Verständnis von den Vereinen und deren Mitgliedern, wenn mal etwas noch nicht so klappt oder etwas dauert. Hier muss sich jeder einbringen, damit es nicht bei der Vision bleibt. 7. Wird sich der MFBC auch im Ausland um die Verpflichtung von Spielerinnen und Spieler bemühen? Bereits in der Vergangenheit haben ausländische Spieler ihre Visitenkarte in Leipzig abgegeben. Wenn es passt, werden wir auch hier aktiv werden, aber nicht um jeden Preis. Die Orientierung liegt auf der Entwicklung junger deutscher Spielerinnen und Spieler. Aber wenn wir uns mittelfristig z.B. bei den Damen international beweisen wollen, werden wir um die punktuelle Verpflichtung von Spielerinnen aus dem Ausland nicht umhin können. Ich denke aber, dass die Verpflichtung von ausländischen Trainern, vor allem im Nachwuchsbereich, für unsere Entwicklung von größerem Interesse ist. Hier wäre das Geld sicherlich besser angelegt. 8. Zum Abschluss noch eine Frage zum Logo. Die Buchstaben stehen sicherlich für den Mitteldeutschen Floorballclub, MFBC, aber was soll es noch darstellen? Zu einem solchen Thema entbrennt immer eine Diskussion und mündet in einer komplizierten und langen Entscheidungsfindung. Ausgangspunkt war – wir wollten einen Namen und ein Maskottchen. Dabei sollten weder Löwe noch Schakal noch Wikinger genommen werden. Im Ergebnis haben wir uns für ein im mitteldeutschen Raum weit verbreitetes Tier entschieden, den Roten Milan, englisch Red Kite. Die Teams der Akademie sollen dann bereits in der kommenden Saison als Red Kites auftreten und das Logo in die Unihockeywelt tragen. Das Logo wurde von einem Graphiker entwickelt und soll einen Roten Milan im Sturzflug zeigen. Es zeigt dabei die Besonderheiten des Roten Milans mit der charakteristischen Schwanzgabel und dem teilweisen roten Federkleid. Aber ich weiß jetzt schon, dass wir hier ein breites Feld für alle Diskussionswütigen eröffnen werden. ( Interview mit dem unihockey-portal.de) |








Interview (vom 02.09.2008) mit Ralf Kühne über die Idee das Konzept und die Entstehung des Mitteldeutschen Floorball Clubs. Ein Interview vom Unihockey-Portal.de.
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