Geplatzte Träume oder ohne Schweiß kein Preis

Am letzten Samstag standen die Playoffs und Playdowns der U 11 KT in Landsberg an. Insgesamt waren deri MFBC-Teams am Start. Während sich sowohl der MFBC Grimma (als 3. der „Sachsenstaffel“) als auch der MFBC Leipzig/Schkeuditz 1 (als knapper Sieger der gleichen Staffel und Vorjahrsvize) berechtigte Hoffnungen auf Edelmatall machten, ging es beim MFBC Leipzig/Schkeuditz 2 darum, weiter Erfahrungen zu sammeln, dieses Mal gegen noch unbekannte Teams.

Allerdings gab es vor dem Start vor allem für Leipzig/Schkeuditz 1 noch ein paar Fragezeichen. So hatte das Team im Verlauf der Saison kaum vollständig zusammen trainiert. Ein Teil der Spieler fühlte sich nach dem vorjährigem Vizemeistertitel schon zu höherem berufen und zog das dienstägliche U 13 -Training dem U 11 -Training am Mittwoch vor. Dazu kamen Verpflichtungen durch andere Sportarten, das Mädchenteam und Krankheiten, so das selbst bei der unmittelbaren Vorbereitung auf die Playoffs nicht immer alle Spieler anwesend waren. Weiter kam hinzu, dass ein Teil der Spieler offensichtlich der Meinung war (ist) den Floorball-Olymp schon erklommen zu haben und entsprechend bei den Trainings auftrat. Die Trainingsintensität und der Teamgeist litten darunter. Trotzdem war man aufgrund der Vorrundenleistungen Mitfavorit. Auch wenn Trainer Holger Saß schon im Vorhinein vor der Ausgeglichenheit in der Spitzengruppe beider Staffeln warnte. Positiv war, dass im Gegensatz zum Vorjahr, als die beiden besten Spieler zu den Playoffs krankheitsbedingt fehlten, dieses Jahr das komplette Team am Start war.

Der Spielplan wollte es so, dass in den beiden ersten Viertelfinals die Teams aus Grimma und Leipzig parallel spielten. Grimma gegen den 2. der Sachsen-Anhalt-Staffel Weißenfels und Leipzig gegen Dessau. Spiegelgleich der Beginn. Währen Grimma schnell 2:0 in Führung ging, verschlief die Leipziger 1. Mannschaft die 1. Halbzeit völlig und lag 0:2 hinten. Mit dem Unterschied, dass Grimma die Führung nicht halten konnte und Leipzig bis zur Halbzeit kein Land sah. 2:2 zur Pause bei Grimma und 0:2 bei Leipzig. Hier wurde jetzt auf die „rollende Reihe“ aus 6 Spielern umgestellt (im Gegensatz zum Start mit 3 kompletten Reihen und einem Goalie). Dies brachte vorerst auch den gewünschten Erfolg. Leipzig konnte zum 2:2 ausgleichen, währen Grimma in der gleichen Zeit 3 weitere Treffer kassierte und 2:5 zurück lag. Das Spiel der Leipziger gegen Dessau hatte sich komplett gedreht und es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis der Leipziger Führungstreffer fallen würde. Doch man merkte den Aktiven an, dass der Einsatz auch an den Kräften fraß. Dessau konterte immer wieder und nach 10:46 min in der 2. Halbzeit war es der Kapitän Leo Herrschelmann, der den Ball bei einem Abwehrversuch mit dem Fuß ins eigene Tor lenkte. Trotz wütender Angriffe gelang der nochmalige Ausgleich nicht und so war man nach dem Viertelfinale meilenweit an den eigenen Ansprüchen vorbei in der Loser-Runde gelandet. Grimma schaffte auch nur noch das 3:5 und ging denselben Weg.

Trotz quantitativer Zunahme (3 Teams) also seit langer Zeit kein Team des MFBC in der Endrunde der letzten 4. Die Gründe liegen (zumindest beim Leipziger Spitzenteam) einerseits in ungenügendem Zusammenspiel (sehr oft wurde der alleinige Weg zum Tor gesucht) als auch in einer mangelhaften Einstellung zum Training insgesamt. Im klaren Gegensatz dazu standen die meisten Teams aus Sachsen-Anhalt, die erkennbar einen klaren Plan, ein gutes Zusammenspiel und einen guten Teamgeist hatten.  Die Leipziger Spieler suchten indes die Fehler bei den Schiedsrichtern, den Mitspielern oder wollten sich am Ende noch für einen 6. Platz feiern lassen. Wenn der (auch in der U 15 und U 13) verloren gegangene Anschluss an die Spitze wieder hergestellt werden soll, bedarf es zu allererst einer Änderung der Einstellung der Spieler. Denn so „nebenbei“ kann man keine Titel einsammeln.

Dies zeigte sich auch im weiteren Verlauf. So konnte Leipzig Grimma im „vereinsinternen“ Duell zwar 3:2 bezwingen, gegen den eigenen Staffelvierten Chemnitz zog man im Spiel um Platz 6 aber 2:4 den Kürzeren. In beiden Spielen verschossen Leistungsträger jeweils einen Penalty. Neuling Grimma konnte sich zum Schluss mit einem klaren 5:1 gegen Nebra schadlos halten und belegte den 7. Platz.

Im Finale besiegten die Gastgeber aus Landsberg Dessau (wir erinnern uns, der Staffel-4. aus S/A, der die 1. Mannschaft des MFBC Leipzig und später auch noch den UHC Weißenfels eliminierte), Platz 3 belegte Weißenfels vor dem SC DHFK. Das Feld der ersten 8 Teams zeigte sich im Gegensatz zum Vorjahr ziemlich ausgeglichen und die sogenannten „Kleinen“ (Landsberg, Dessau) wurden für ihre intensive Nachwuchsarbeit belohnt.

Die 2. Mannschaft des MFBC Leipzig/Schkuditz zog gegen die Tigers aus Magdeburg klar den Kürzeren. Gegen die im Durchschnitt auch einen Kopf größeren Harzgeroder konnte man das Ergbnis mit 3:5 aber wesentlich günstiger gestalten. Insbesondere die dreifache Torschützin Fatima Wehbi konnte sich auszeichnen, aber der gesamten Mannschaft, die fast eine U 9 darstellte kann eine sehr ordentliche Leistung attestiert werden. Darauf kann man in der kommenden Saison beim Neuaufbau der 1. Mannschaft aufbauen.

Sehr gut war auch die Organisation der Gastgeber von den Black Lions aus Landsberg, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken wollen. Wie auch bei den beiden Schiedsrichtern aus der U 15 (Jarno Kibbat und Hendrik Saß), die auch durch ihren Einsatz dieses große Turnier erst mit möglich machten.

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hs

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