Eine U17 DM ist kein Kindergeburtstag..

… lautete der Kommentar auf der Facebookseite wenige Tage vor dem Wochenende.

Nein und darum zogen 10 Leipziger (pardon 9 Leipziger und ein Grimmaer Mädchen) am Samstag voller Optimismus und Tatendrang nach Wernigerode, um bei der DM einen guten Saisonabschluss hinzulegen. Alterstechnisch kamen die U 15 Mädels zum Einsatz, verstärkt durch Kapitänin Annalena Daum und Elena Böttrich von der U17 und durch die jüngste im Team Eileen Winter von der U11.

Auch der Fanblock war zahlreich mit angereist.

Die Auslosung der Gruppen ließ dabei schon auf eine große Herausforderung schließen. Als Gegner in der Gruppenphase warteten Weißenfels und die Dümptener Füchse als Gegnerinnen auf unsere Mädels.

Gleich das erste Spiel wurde somit zur Standortbestimmung. Das ewige Duell Leipzig gegen Weißenfels wurde um 11.00 Uhr angepfiffen.

Der Respekt auf beiden Seiten war spürbar. Galt es doch möglichst mit einem Sieg einen Schritt in Richtung Weiterkommen zu machen. Die Arbeit an der Seite übernahmen am Samstag mit Tim Käseberg und Jonas Damm zwei Jungs mit viel gutem Willen und Enthusiasmus. Und es sah auch gar nicht so schlecht aus. Weißenfels war nicht so überlegen bzw. unsere Mädels ließen sich in der ersten Halbzeit nicht abschütteln. Mit einem Rückstand von einem Tor ging man in die Pause. In Halbzeit zwei konnte zunächst Weißenfels auf zwei Tore davon ziehen ehe Luisa wieder der Anschlußtreffer zum 4:5 gelang. Leider erhöhte Weißenfels zur Mitte des zweiten Drittels die Schlagzahl und konnte auf 6:4 davon ziehen.

Obwohl noch 11 Minuten zu Spielen waren, gelang es unseren Mädels nicht, den Schalter umzulegen und Weißenfels in Schwierigkeiten zu bringen. Gute Chancen waren da, nur die Torausbeute ließ sich nicht mehr nach oben korrigieren.

So musste es dann das zweite Spiel gegen die Füchsinnen aus Dümpten bringen. Diese hatten in ihrem Spiel gegen Weißenfels nach erbittertem und kräftezährendem Kampf mit 4:8 verloren. Sollte man gegen den amtierenden Deutschen Meister gewinnen, wäre die Chance auf das Halbfinale wieder da. Mutig und selbstbewusst ging man in diese Partie und konnte am Anfang gut mithalten. Die Mädels aus dem Ruhrpott erkannten Mitte der ersten Hälfte eine Schwachstelle in unseren Reihen und nutzten diese gnadenlos aus. Per Sololauf durch die Mitte konnten sie den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. In dieser Phase zeigten auch die Schiedsrichter wie bereits im ersten Spiel einige unerklärliche Entscheidungen gegen uns an. Das Spiel ging letztendlich mit 9:3 verloren. Fazit war hier auch, die Chancen waren da, aber die Abwehr war zu wackelig und ohne oder nur mit sehr wenigen Toren gewinnt man kein Spiel.

Also blieb für den Sonntag nur das Spiel um Platz 5. Hier war unser Gegner die Mädels aus München. Schon zur letztjährigen U14 DM in Schkeuditz waren diese mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten und hatten viele Sympathiepunkte auf ihrer Seite einheimsen können. Sympathie hin oder her unsere Mädels wollten mit einem Sieg diese Saison beenden. An der Bank gab es auch noch eine Veränderung. Da Jonas Damm auf dem Weg nach England war und Tim Käseberg nicht allein gelassen werden sollte, konnten die Mädels im Vorfeld Falko Klehm, Physio der 1. Herren, überreden und als Trainer und Motivator einzusteigen. Man gewann diese Spiel mit 12:1 und fast jede Spielerin durfte sich ein oder mehrmals in die Torschützenliste eintragen. Nur unserer Jüngsten blieb ein Torerfolg bei einer DM „noch“ verwehrt, trotz vieler guter Chancen. An dieser Stelle ein extra Lob an Eileen und ein weiter so.

Das Fazit für diese DM fällt daher sehr gemischt aus. Wir greifen daher noch einmal die Überschrift auf: Eine DM ist kein Kindergeburtstag (mehr).

Wer Lust hat, sollte sich mal das Finalspiel zwischen WSF und WR anschauen. Was da über fast die gesamte Spielzeit geboten wurde, ist schon für diese Altersklasse ganz enorm. Aber unsere Mädels haben ja größtenteils noch einige Jahre in dieser Konstellation vor sich und den Kopf in den Sand stecken gilt nicht. Wir fahren mit dem Gefühl nach Hause, dass ein 5. Platz bei Weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Da geht noch deutlich mehr.

fk

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