Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Floorball, Damen, Regionalliga:    SG Berlin – MFBC Grimma 0:13 (0:4, 0:3,0:6)

 

Jetzt beginnt die Zeit, in der es (endlich) um die Titel dieser  Saison geht. Und den ersten haben die Wikingerinnen bereits in der Tasche – Regionalligameister. Ein Titel ohne großen Mehrwert, außer der Erkenntnis, dass dieser mit 53 Toren bei 5 Gegentreffern in sieben Spiele gesichert wurde. Und die Erkenntnis, dass am Sonntag die Generalprobe für das Final 4 gelungen ist. Am kommenden Wochenende geht es in der Berliner Sömmeringhalle um den deutschen Pokal, den der MFBC zuletzt 2011 gewinnen konnte.

Im Spiel gegen Berlin ging es um einen Test mit (fast) allen Akteuren. Das Trainerteam um Ralf Kühne musste auf dem Feld auf  Stammkraft Alexandra Kürth verzichten, die an einer Oberarmverletzung laboriert. Gern hätte Kühne auch Verteidigerin Susann Schiller und Hannah Mestenhauser nochmals getestet, aber die Grippe schlägt dann aber auch mal kurzfristig zu. Im Tor stand mit Pauliina Pekki – die gegenwärtige Nummer 1 – immer mal im Fokus brisanter  Ereignisse, was man beim Spielergebnis kaum erwartet. In Richtung Final 4 wird es sicherlich bei den Goalies zu entscheiden sein, wer die beiden Plätze im Kader belegt. Eine schwere Aufgabe, meint Co-Trainer Marcus Linke, da Grimma drei gute Torfrauen im Kader hat. Ansonsten wurde erneut mit drei Reihen geübt und alle Reihen konnten ihren Anteil an der Torausbeute beisteuern.

Paulina Pekki hatte alles fest im Griff.

Gegen eine tief stehende Berliner Mannschaft brauchte es Zeit, um die ersten Tore zu erzielen. Für dieses Spiel gab es auch eine Vorgabe vom Trainerstab, mit 5 Toren Unterschied zu gewinnen. Nicht viel? Vielleicht, aber man merke es den Spielern zu Beginn an, dass es diese Zahl gab. Und es sollte anscheinend gleich im ersten Drittel alles erledigt werden, am besten gleich in den ersten 5 Minuten.  Es wurde hektisch, zu ungenau gepasst und oftmals eine falsche Entscheidung vor dem gegnerischen Tor getroffen. 5 Minuten vor dem Ende der ersten Drittels eröffnete Stefanie Reinhardt den Torreigen zum 4:0 zur Drittelpause. Durch mangelnde Konzentration und fehlende Absicherung in der Defensive kamen die brisanten Situationen vor Pekkis Tor zustande. Das zog sich durch alle drei Drittel, obwohl die Forderung zur Einhaltung taktischer Vorgaben permanent vom Trainerstab abgefordert wurde. Pekki war aber immer souverän und belohnte sich mit einem Shutout.

Mit ihrem ersten Tor im MFBC-Trikot belohnt: Tessa Böttger

Man kann es kurz machen, denn auch im 2. und 3. Drittel blieb der Druck hoch und Berlin wirkte meist überfordert, bis auf die Situationen in denen sie ihre Konter liefen. Naja, nach vorn geht immer etwas. Viele Abschlüsse, viele Treffer an das berühmte Metall des Berliner Tores konnte Kühne auf seiner Schussstatistik vermerken. Am Ende sind 13 Tore eine gute aber keine sehr gute Ausbeute bei diesem Spielverlauf.

Jubelfotos haben wir viele. 13 an der Zahl.

Da der UHC Sparkasse Weißenfels den Tabellenzweiten der Regionalliga   SG Wernigerode/Chemnitz bezwingen konnte, steht Grimma einen Spieltag vor dem Abschluss der Saison als Sieger fest. Und da war doch noch etwas! Auf die SG Wernigerode/Chemnitz treffen die MFBC-Damen am Samstag im Halbfinale des Final4. Kühne redet nicht lange herum, dass der Pokal mit an die Mulde reisen soll. Grimma ist der große Favorit , nachdem man den deutsche Dauermeister und Pokalverteidiger aus Weißenfels aus dem Pokal geworfen hat.  Schritt für Schritt denken, heißt aber auch die Vorgabe, denn die Spielgemeinschaft konnte lange gegen Weißenfels mithalten, hat eine Vielzahl von U19 Nationalspielerinnen. Angeführt von Nationalspielerin Julia Pradel setzt man auf eine dichte Defensive und auf ein gepflegtes Konterspiel.

Ein Stillleben der etwas anderen Art.

Aber gegen Berlin ging es auch gegen eine Mannschaft, die versuchte eine gute Abwehrarbeit zu leisten. Die Spielgemeinschaft hat aber eine wesentlich höhere spielerische Qualität. Das wird keine leichte Aufgabe, Favoritenstellung hin oder her, meint Linke dazu. Das bisher einzige Aufeinandertreffen ging mit 6:2 an Grimma. Und der Pokal hat seine eigenen Gesetze, denn alle vier teilnehmende Teams wollen das Finale erreichen. Denn neben der Spielgemeinschaft und Grimma werden die Dümptener Füchse und der SSF Dragons Bonn die Reise nach Berlin antreten. Und Dümpten wird Grimma dann zum Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft eine Woche nach dem Final 4 wieder sehen. Es geht (endlich) um die Titel dieser Saison. Aber zunächst heißt es: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.

Diese Szenen wollen wir bitte auch am Wochenende in Berlin sehen.

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