Die Last der Erwartungen

So schnell kann es gehen. Ganze zwei Spiele hat es gedauert und das Abenteuer Playoffs ist für die Männer des MFBC auch schon wieder vorbei.

Man startete mit, nicht unbegründeten, hohen Erwartungen in die heiße Phase der Saison. Nach Überraschungserfolgen gegen Wernigerode und guten Spielen in Kaufering und Schriesheim, ging man mit geschwollener Brust und Selbstsicherheit in den Kampf um die Meisterschaft. Hinzu kamen auch die personelle Auferstehung einiger Verletzter und Urlauber. Diese guten Voraussetzungen sollten uns in das erste Viertelfinalspiel in Hamburg begleiten und den ersten Sieg der Serie Best-of-Three bescheren. Aber wie heißt es doch so schön: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Das wir gegen Hamburg häufig Schwierigkeiten haben, ist nichts neues und das die PiranHHas mit Mike Dietz und den hochgewachsenen Abwehrrecken stets für hart umkämpfte Spiele sorgen, weiß man auch. Hamburg stand wie eine Wand (man erkannte Parallelen zum letzten Auswärtsspiel im Saisonverlauf) und wir rannten und rannten dagegen an. Mit Ballbesitz und konzentrierten Aufbau war man versucht, das Spiel zum gewinnen. Aber Hamburg bedient sich stets seiner Stärken und wartet ab. Sobald unsere Vorderleute den Ball verloren, ging es im Eiltempo auf unser Tor. So entwickelte sich ein ausgeglichenes, hart umkämpftes Spiel.

Kurz vor Schluss stand es 4:3 für die Hamburger und wir waren gezwungen (immerhin ging es um die Playoffs) mehr Druck nach vorne zu bringen und wechselten zu Gunsten eines 6ten Feldspielers unseren Torhüter aus. Hamburg ließ sich nicht beeindrucken und wehrte ein ums andere Mal die Angriffsbemühungen der Leipziger ab. Eine weitere Weisheit besagt: wer die Dinger vorne nicht macht, kassiert sie hinten. Im Endeffekt konnte Hamburg unser Empty-Goal nutzen und so endete das erste Viertelfinale mit 7:3.

Auch wenn das Ergebnis eindeutig war, so war es der Spielverlauf mit Sicherheit nicht. Also konnte man halbwegs erhobenen Hauptes die Reise nach Hause antreten und sich in der kommenden Woche auf die nächsten zwei Spiele vor heimischen Publikum vorbereiten.

Am Samstag, den 07.04.2018 war es dann soweit. Die Damen des MFBC legten mit einem souveränen Sieg die Messlatte hoch, aber wir waren bereit, mit Bravour darüber hinweg zu springen.

Der Schmerz sitzt noch tief und daher wird der Spielbericht kurz ausfallen: wir sind sang- und klanglos unter gegangen. Hamburg spielte clever, sicher in der Abwehr und stürmisch im Konter! Das erste Drittel ging 0:2 verloren, sodass man noch mit Hoffnung in das zweite Drittel ging. Aber auch hier das gleiche Bild. Und am Ende stand ein undankbares 2:8 auf der Anzeigentafel.

Was nimmt man nun aus solchen Spielen mit, außer Wut, Trauer und Verzweiflung? Gute Frage! Die ersten Tage gar nichts! Eine Niederlage ist das eine, aber eine Demontage wie am vergangenen Samstag muss erstmal verarbeitet werden. Und da gibt es auch nichts schön zu reden! Die Saison verlief zum Ende hin streckenweise sehr gut und das ist anzuerkennen. Aber an besagten Wochenende haben wir nicht annähernd das gezeigt, was wir in der Lage sind zu zeigen. Hamburg war besser und ist verdient ins Halbfinale eingezogen – Viel Erfolg und Glück an dieser Stelle in den hohen Norden!

Somit bleibt wieder nur eine Weisheit der großen Floorballwelt zu zitieren: Nach der Saison ist vor der Saison! Also geht es mit Volldampf in die Vorbereitung und dann machen wir es 2018/2019 einfach besser!!

fk

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