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Start im Harz und immer weiter

Floorball, Bundesliga Damen:

Am Sonntag geht es  für die MFBC-Damen in die neue Saison. In der 1. Floorball Bundesliga der Damen starten die Wikingerinnen im Harz und treffen dabei auf den Liga-Neuling Red Devils Wernigerode. Die Harzerinnen haben in den letzten beiden Jahren die Deutsche Meisterschaft im U17 Kleinfeld abgeräumt und starten nun bei den Großen. Man darf gespannt sein, ob sich das junge Team gegen die Etablierten durchsetzen wird.

Für den MFBC ist es ebenfalls eine Art Neustart, da gleich sechs Stammspielerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Der Verein hat versucht dagegen zu wirken. Neben jungen Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen wurden drei Spielerinnen neu verpflichtet, die den personellen Aderlass etwas kompensieren sollen. Cheftrainer Erik Schuschwary ist optimistisch, dass die Neuen dieser Aufgabe gerecht werden. Mit Tiffany Küttner und Annika Röder kommen gleich zwei Spielerinnen vom Endspielgegner USV TU Dresden, den man im diesjährigen Pokalfinale klar bezwingen konnte. Dazu kommt Nathalie Berger, eine ehemalige U19 Nationalspielerin, vom USV Jena. Küttner und Berger werden die Defensive verstärken, Röder wird sich im Sturm durchsetzen müssen. Die spannende Fragen ist immer: gelingt allen Dreien tatsächlich im ersten Jahr der Durchbruch? Die Erfahrung der letzten Verpflichtungen spricht eher dafür, sich mit Geduld zu wappnen. Eine Hannah Götze oder Lisabeth Klaus benötigten ebenfalls eine Saison, um richtig im Team anzukommen und ihr Potential einzubringen. Aber der Chef geht davon aus, dass es doch etwas schneller gehen könnte.

MFBC Neuzugänge Nathalie Berger (li.) und Tiffany Küttner.

Das wäre auch wichtig, denn sportlich wollen die Mädels die Playoffs um die deutsche Meisterschaft erreichen. Und in dieser Saison findet die Pokalendrunde Final4 im März 2020 in der Berliner Max-Schmeling-Halle statt.  Da will man auch dabei sein, etwas Losglück vorausgesetzt. Auch wenn in den letzten beiden Jahren 3 von 4 Titel geholt wurden, haben die Wikingerinnen keine Favoritenposition inne. Erneut werden die Titel nur über den UHC Sparkasse Weißenfels gehen, deren Kader sich nicht wesentlich verändert hat. Mit diesem geht es in die neue Saison und auch zum Europapokal nach Slowenien. Das ist der Kader, der zum Saisonfinale 2019 eindrucksvoll Grimma in zwei Spielen den Meistertitel wieder abgenommen hat. Aber dem MFBC ist diese Situation des Neuaufbaus nicht unbekannt, da regelmäßig Bewegung im Kader war, da Spielerinnen den Stock an den Nagel gehangen haben. Wieder mal ein Generationswechsel. Junge Spielerinnen müssen sich jetzt beweisen und die Lücken schließen. Allen voran sind aber Anne-Marie Mietz als Spielertrainerin und die neue Kapitänin Charlotte Rüssel gefragt.

Annika Röder – hier noch im USV-Trikot. Foto: Pixzone

Was ist noch wichtig zu wissen? Auf der Torhüterposition wird es zunächst eine Veränderung geben, da die bisherige Nummer 1 Julia Bran eine Auszeit nimmt. Wie lange diese andauern wird, kann nicht gesagt werden. Dafür rückt mit Justine Werner ein großes Talent neben Jean Fischer. MFBC-Präsident Ralf Kühne glaubt, dass beide Goalies sich zu guten Leistungen antreiben werden. Ziel ist es in der Meisterrunde, jeder Torfrau 5 Spiele zu gewähren, um dann zu entscheiden, wer am Ende das Team in die Playoffs führen wird. Beim Phönix Cup letztes Wochenende hatte beide Spielerinnen zwei Spiele gegen Herrenteams bestritten und einen guten Eindruck hinterlassen.

Nach dem Start in Wernigerode wird weiter gereist, denn zunächst haben die Spieltagsplaner des Verbandes die Wikingerinnen auf Reisen geschickt. Hamburg, Bonn und Dümpten heißen die Reiseziele, bis man am 24.11.2019 Weißenfels anreisen lässt. Bis dahin wird sich geklärt haben, wie das Team in die Saison gestartet ist und ob sich die sportlichen Erwartungen umsetzen lassen. 

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