Vor knapp 500 Zuschauern in der Sporthalle an der Brüderstraße setzte der Gast den MFBC von Beginn an unter Druck und hatte besonders in den ersten fünf Minuten gleich mehrere Hochkaräter, die der starke Goalie Jannis Michaelis teilweise unfassbar knapp vor der eigenen Torlinie abwehren konnte. Es dauerte eine ganze Weile, bis der MFBC auch den Vorwärtsgang fand und die ersten Warnschüsse auf Martin Brückner im Tor des UHC abfeuerte. Eine Zeitstrafe gegen die Leipziger war dann die große Chance für die Gäste in Führung zu gehen, allerdings erlaubte man sich einen folgenschweren Ballverlust und ermöglichte dem MFBC einen Konter, den Bothe zur Führung ins Tor jagte. Auch den Rest der Strafzeit überstand man unbeschadet und konnte eine Minute vor Ende des ersten Drittels erneut durch Bothe nachlegen.
Nachdem der UHC im ersten Drittel noch deutlich mehr Spielanteile besessen hatte versuchte der MFBC nun selbst seine Ballbesitzphasen zu erhöhen und die Kontrolle des Spiels an sich zu nehmen. Dieser Plan schien zunächst zu funktionieren, Bothe schnürte den Hattrick und erhöhte auf 3:0. Eine Unachtsamkeit nach einem Freischlag des UHC führte dann allerdings zum ersten Gegentreffer, man hatte dem Schützen einfach etwas zu viel Freiraum gewährt. Doch der MFBC war gut im Spiel und hatte durch einen absoluten Traumschuss von Svenson Hoppe die umgehende Antwort parat. Als dann Juho Venäläinen noch eine Minute später per Volley auf 5:1 stellte war die Stimmung in der Halle auf dem Höhepunkt und es sah so aus, als würde der MFBC das Heft nun endgültig an sich reißen. Doch dieser Eindruck täuschte und leitete eine sehr gute Phase der Gäste ein, die binnen zwei Minuten gleich drei Mal zuschlugen und den Vorsprung der Leipziger auf ein Törchen schrumpfen ließen.
Im Abschlussdrittel hatte der MFBC mehrfach die Möglichkeit den alten Vorsprung wieder herzustellen, scheiterte aber jedes Mal am glänzend aufgelegten Brückner im Tor. Auf der Gegenseite nutzte der Gast zwei Überzahlsituationen und ging erstmals in dieser Partie in Führung. Diese Führung brachte der UHC dann kämpferisch über die Zeit und ging, am Ende wohl verdient, mit 1:0 in der Serie in Front.
Ausblick
Ein Nackenschlag für den MFBC, allerdings kein KO-Treffer, über weite Strecken konnte man bereits zeigen, was man sich für diese Finalserie vorgenommen hat. Nun gilt es in hitzigen Phasen der Spiele einfach den etwas kühleren Kopf zu bewahren, um am kommenden Wochenende in Weißenfels zurückzuschlagen. Dort finden die Spiele zwei und drei statt. Am Samstag um 18:00 und am Sonntag um 16:00 Uhr rollt der Lochball in der Westhalle in Weißenfels, mindestens ein Spiel muss der MFBC für sich entscheiden, um die Serie noch ein Mal zurück in die heimische Halle zu holen.
Finalserie
Bericht: Mark-Oliver Bothe
Bilder: André Mühle