Über weite Strecken der ersten beiden Drittel spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. Beide Teams standen defensiv kompakt und ließen kaum gefährliche Abschlüsse zu. Auch wenn unsere Damen zunächst deutlich mehr Ballbesitz hatten, gelangen den Hamburgerinnen einige Konter. Die Zuschauer mussten sich daher bis ins letzte Drittel gedulden, ehe das Spiel nochmal richtig Fahrt aufnahm.
Gleich in der ersten Minute des Schlussdrittels gelang Hannah Götze der umjubelte Führungstreffer nach Vorlage von Nathalie Berger für den MFBC Leipzig. Doch Hamburg ließ sich davon nicht beeindrucken und antwortete rund zehn Minuten später, Randi Kleerbaum vollendete einen starken Angriff zum 1:1-Ausgleich.
Eine anschließende Strafe gegen den ETV eröffnete Leipzig die große Chance, erneut in Führung zu gehen. Trotz druckvoller Überzahl gelang es dem MFBC jedoch nicht, die Hamburger Defensive zu überwinden. Damit ging es nach 60 intensiven Minuten in die Overtime – wie schon in der vergangenen Saison beim großen Pokal-Finale in Zwickau.
In der Verlängerung nach knapp drei Minuten war es Ina Jensen, die mit einem präzisen Abschluss den 2:1-Siegtreffer erzielte und die Hamburgerinnen jubeln ließ.
Am Ende steht ein hart erkämpfter Sieg für die ETV Lady Piranhhas, die damit erneut unter Beweis stellen, warum sie zu den Topteams der Liga gehören. Unsere Damen zeigten eine starke Leistung, musste sich aber letztlich knapp geschlagen geben. Allerdings führen sie weiterhin die Liga nach 8 Spielen an. Jetzt folgt eine einmonatige WM-Pause, bevor es am 20. Dezember zum Weihnachtsspiel nach Chemnitz geht.