Der MFBC Leipzig hat am 15.Bundesligaspieltag beim SC Potsdam einen 9:6-Auswärtssieg eingefahren und damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Platzierungen gesichert. In der MBS Arena zeigte der MFBC dabei über weite Strecken eine solide Offensive, offenbarte aber auch Phasen mit unnötigen Fehlern, die das Spiel länger offen hielten, als es aus Leipziger Sicht nötig gewesen wäre.
Arbeitssieg statt Glanz
Der Start in die Partie verlief zunächst optimal. Leipzig kam mit viel Tempo und Zielstrebigkeit aus der Kabine und nutzte die sich bietenden Räume konsequent. Innerhalb der ersten acht Minuten erspielte sich der MFBC eine 3:0-Führung und schien früh auf einem guten Weg. Doch anstatt dem eigenen Spiel zusätzliche Stabilität zu verleihen und mit Ruhe und Reife weiterzuspielen, schlich sich mit der komfortablen Führung eine gewisse Sorglosigkeit ein. Potsdam nutzte diese Phase eiskalt aus und kam innerhalb von nur 50 Sekunden durch Atte Ronkanen und Janne Makkonen zurück ins Spiel. Der schnelle Doppelschlag brachte die Gastgeber wieder heran und nahm dem MFBC sichtbar die Kontrolle.
Dieser Trend setzte sich zu Beginn des zweiten Drittels fort. Bereits nach 26 Sekunden gelang dem SC Potsdam der Ausgleich, ehe Joona Nieminen wenig später sogar die 4:3-Führung für die Gastgeber erzielte. In dieser Phase agierte der MFBC offensiv zu unpräzise, die Balance bei Ballverlusten stimmte nicht und Potsdam kam immer wieder über schnelle Konter zu gefährlichen Abschlüssen. Genau in dieser schwierigen Phase war es jedoch Svenson Hoppe, der mit seinem Treffer zum Ausgleich das Spiel erneut in Leipziger Richtung lenkte. In der Folge stabilisierte sich das Spiel des MFBC. Mit mehr Ruhe im Ballbesitz und besserer Struktur nutzte Leipzig seine Chancen konsequent: Tore von Damm, Sturm und Bothe sorgten innerhalb von fünf Minuten für ein klareres 7:4 zur zweiten Drittelpause.
Doch auch im Schlussdrittel gelang es dem MFBC nicht, frühzeitig den Deckel auf die Partie zu machen. Erneut erwischten die Gastgeber den besseren Start und kamen mit zwei schnellen Treffern noch einmal auf 6:7 heran. Die Führung fühlte sich in dieser Phase alles andere als sicher an. Umso wichtiger war die direkte Antwort der Leipziger: Nur 34 Sekunden nach dem Anschlusstreffer stellte Teßmann mit seinem Tor auf 8:6 und brachte dem MFBC wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel. In der verbleibenden Spielzeit neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Klare Torchancen gab es auf beiden Seiten weniger, da der MFBC defensiv kompakter agierte und Potsdam nur noch selten zu Abschlüssen aus guten Positionen kam. In der Schlussphase nahm Potsdam den Torhüter vom Feld und setzte alles auf eine Karte. Der letzte Versuch blieb jedoch erfolglos, stattdessen traf Richardon ins leere Tor und besiegelte mit dem 9:6 den Leipziger Auswärtssieg.





Fazit
Am Ende steht ein Arbeitssieg für den MFBC, der zwar nicht in allen Phasen überzeugte, aber die nötige Effektivität zeigte, um die drei Punkte aus Potsdam mitzunehmen. Im engen Rennen um die bestmögliche Playoff-Platzierung sind diese Zähler von großer Bedeutung.
Am kommenden Wochenende wartet bereits die nächste Herausforderung: Im Nachholspiel des Floorball-Deutschland-Pokals trifft der MFBC auf die Baltic Storms. Dort wird es darauf ankommen, über die gesamten 60 Minuten eine konzentriertere und stabilere Leistung abzurufen.
Bilder: Jona Kuhle






