Der MFBC Leipzig gewinnt den Klassiker beim UHC Weißenfels mit 6:4 und feiert einen enorm wichtigen Auswärtssieg im Kampf um Platz eins der 1. Floorball Bundesliga.
MFBC setzt Ausrufezeichen in Weißenfels
Der Start in die Partie war ausgeglichen. Beide Teams bemühten sich um Kontrolle mit Ball, große Torchancen blieben zunächst Mangelware. Es war ein taktisch geprägtes Spiel, in dem kein Team zu viel Risiko gehen wollte. Der erste Wirkungstreffer gelang schließlich dem MFBC: Nach einem clever und schnell ausgeführten Freischlag zog Nieminen aus der Distanz ab und überraschte die UHC-Defensive – 1:0 für Leipzig. In der Folge wirkte der MFBC etwas griffiger, während der UHC insbesondere über seine erste Linie immer wieder Gefahr ausstrahlte. Auch eine Unterzahl überstand Leipzig ohne Gegentor und nahm die knappe Führung mit in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt begann optimal: Nach nur 58 Sekunden erhöhte Teßmann auf 2:0. Der MFBC war nun präsent, aktiv und nah dran am dritten Treffer. Das erste Powerplay blieb noch ungenutzt, doch Mitte des Drittels belohnte sich das Team: Kretzschmar traf sehenswert per Volley zum 3:0. Mit dieser Führung im Rücken schaltete der UHC jedoch einen Gang höher. Die Gastgeber übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, während der MFBC in dieser Phase defensiv nicht aktiv genug verteidigte. Folgerichtig verkürzten Mähönen und Bandrock auf 2:3 – ein Anschluss, der sich angedeutet hatte.
Im letzten Drittel drängte Weißenfels weiter – und nach fünf Minuten war es Topscorer Hytönen, der zum 3:3 ausglich. Spätestens jetzt war das Spiel wieder völlig offen. Interessanterweise wirkte der Ausgleich wie ein Weckruf für den MFBC. Die Partie entwickelte sich erneut auf Augenhöhe, mit hoher Intensität und wachsender Hektik in der Schlussphase. Den wichtigen Impuls setzte schließlich Philip Richter mit einem präzisen Schlenzer aus dem Halbfeld zum 4:3. Kurz darauf legte Teßmann nach – 5:3. Doch der UHC antwortete umgehend: Nur 24 Sekunden später verkürzte Januševskis auf 5:4. In dieser Phase überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Zweikampf erhielt Berbig eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stoßens gegen Hoppe ins Tor. Direkt nach dem folgenden Bully sah Böttcher sogar die Rote Karte. Der MFBC hatte nun eine mehrfache Überzahlsituation, konnte diese jedoch nicht konsequent nutzen – die Powerplay-Effizienz (1 von 6) bleibt ein Punkt, der kritisch angesprochen werden muss. Nach einem Timeout des UHC setzte Teßmann schließlich mit seinem Treffer zum 6:4 den Schlusspunkt. In der verbleibenden Zeit verteidigte Leipzig im 6-gegen-5 konzentriert und ließ nichts mehr anbrennen.




Fazit
Am Ende steht ein hart erkämpfter, aber verdienter 6:4-Erfolg im Klassiker. Die Defensive arbeitete über weite Strecken stabil und legte die Basis für den Sieg, auch wenn im Powerplay noch Luft nach oben bleibt.
Durch die Parallelergebnisse stehen die Chancen aktuell gut, die Tabellenführung zu verteidigen. Doch entschieden ist noch nichts. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit Dresden die nächste anspruchsvolle Aufgabe – erneut wird eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten notwendig sein, um diesen wichtigen Sieg zu bestätigen.
Bilder: simon-werbung / mk







