Der MFBC Leipzig steht nach einem dramatischen und spektakulären Spiel im Halbfinale der Playoffs 2025! In Spiel 2 gegen die DJK Holzbüttgen zeigte das Team eine unglaubliche Moral und drehte einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand noch zum 9:8-Sieg nach Penaltyschießen.
MFBC trotzt 5-Tore-Rückstand im letzten Drittel
Der Start in die Partie verlief vielversprechend, mit einigen Chancen für den MFBC. Doch es war die DJK, die das erste Ausrufezeichen setzte: Der stark aufspielende Ylinen brachte Holzbüttgen in Führung. Was dann folgte, war eine Schwächephase des MFBC, die eiskalt bestraft wurde. Innerhalb von nur vier Minuten kassierte das Team drei weitere Gegentreffer, weil die Defensive zu weit von den Gegenspielern entfernt stand und keine effektiven Blocks setzen konnte. Mit einem ernüchternden 0:4-Rückstand ging es in die erste Pause – und der MFBC musste dringend eine Antwort finden, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben.
Die Reaktion folgte im zweiten Drittel: Bothe verkürzte im Powerplay mit einem dringend nötigen ersten Treffer. Doch nur 20 Sekunden später musste der MFBC erneut einen Rückschlag hinnehmen, da die Defensive weiterhin nicht konsequent verteidigte. Es entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem der MFBC ständig anrannte, aber immer wieder von der DJK ausgekontert wurde. Kretzschmar und Bothe trafen noch zwei weitere Male, doch die DJK hatte stets eine Antwort parat. So blieb es bei einem 4-Tore-Rückstand nach zwei Dritteln. Trotz einer leichten Leistungssteigerung war noch nicht genug Druck im Spiel, um die Partie wirklich zu drehen.
Der Start ins letzte Drittel hätte kaum schlechter verlaufen können: Nach vier Minuten erzielte die DJK das vermeintlich entscheidende 3:8. Doch anstatt sich geschlagen zu geben, startete der MFBC eine furiose Aufholjagd. Die DJK machte sich das Leben zusätzlich schwer mit unnötigen Strafen, die der MFBC gnadenlos nutzte. Erst verkürzte man in doppelter Überzahl, dann folgten weitere Treffer, während Holzbüttgen zunehmend passiver und müder wurde. Das Publikum spürte, dass hier noch etwas möglich war – und tätsächlich: Knapp 50 Sekunden vor dem Ende glich Kretzschmar im 6-gegen-5 zum 8:8 aus. Die Halle bebte!
In der Verlängerung hatten beide Teams Chancen auf den Sieg. Besonders die DJK hätte in einem Powerplay nach einem unnötigen Stockschlag des MFBC das Spiel für sich entscheiden können, doch Leipzigs Defensive hielt stand. So ging es ins Penaltyschießen – und dort wurde es zum Krimi. Torhüter Jannis Michaelis avancierte zum Helden mit mehreren starken Paraden. Nach sieben Schützen stand es weiterhin unentschieden, bis Jesaja Hummel als achter Schütze den entscheidenden Treffer erzielte und den MFBC ins Halbfinale schoss!
Der MFBC zeigte eine unglaubliche Willensleistung und bewies große Moral, indem er das Spiel trotz der schlechten Ausgangslage noch drehen konnte. Dennoch gibt es einige Hausaufgaben: Die defensive Leistung war an diesem Tag nicht gut genug, und auch die Chancenverwertung muss verbessert werden. Doch das Team ist sich dessen bewusst und wird daran arbeiten. Mit dem Schwung der letzten 30 Minuten kann der MFBC selbstbewusst ins Halbfinale gehen!