Die U13 des MFBC Leipzig hat bei der Deutschen Meisterschaft in Schenefeld eine beeindruckende Saison mit dem Titel des Deutschen Vizemeisters gekrönt. Nach zwei intensiven Turniertagen kehrten die Leipziger mit Silber, unvergesslichen Momenten und ganz viel Stolz nach Hause zurück.
Traumstart in das Turnier
Bereits im ersten Gruppenspiel setzte die Mannschaft ein deutliches Ausrufezeichen. Gegen die ATS Buntentor Knights aus Bremen zeigte der MFBC von Beginn an seine Klasse und ließ dem Gegner beim 44:4-Erfolg keine Chance. Im zweiten Gruppenspiel wartete mit Floorball Mainz ein deutlich stärkerer Gegner. Es entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Spiel auf Augenhöhe. Nach einem 4:4 zur Halbzeit blieb die Partie bis zum Schluss offen. Erst in der Verlängerung gelang dem MFBC der umjubelte 10:9-Sieg, der die Qualität und Nervenstärke der Leipziger eindrucksvoll unter Beweis stellte. Vor dem entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen FBC München I kam es dann zu einer Situation, die wohl niemand so schnell vergessen wird. Durch einen Fehler auf dem Spielberichtsbogen war ein Leipziger Spieler nicht ordnungsgemäß eingetragen. Die Folge: ein technisches Foul und der betroffene Spieler Rufus durfte an diesem Spiel nicht teilnehmen. Ein schwerer Moment – für den Spieler, die Mannschaft und das Trainerteam. Doch genau dieser Rückschlag setzte ungeahnte Kräfte frei. Die Mannschaft geriet zunächst in Rückstand, kämpfte sich jedoch Tor um Tor zurück. Von den Rängen hallte es immer wieder lautstark durch die Halle: „Ein Tor für Rufus!“
Eltern, Fans und Mannschaft bildeten eine beeindruckende Einheit. Die Atmosphäre in der Halle war elektrisierend. Getragen von dieser Energie drehte der MFBC die Partie und gewann spektakulär mit 13:12. Damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt. Manchmal entstehen aus Fehlern Momente, die zeigen, was Sport wirklich ausmacht.
Halbfinale gegen den Gastgeber
Am Sonntag wartete im Halbfinale Gastgeber BW96 Schenefeld. Vor heimischer Kulisse ließ sich der MFBC jedoch nicht beeindrucken.
Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung setzten sich die Leipziger 7:5 durch und zogen verdient ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein.
Im Finale fehlten am Ende die letzten Körner
Nach einer langen Saison und vier kräftezehrenden Spielen innerhalb von nur 24 Stunden wartete im Finale erneut FBC München I.
Die Leipziger stemmten sich mit allem gegen die Niederlage, doch die Belastung der vergangenen Monate und des Turniers war spürbar. Trotz großem Kampf musste sich der MFBC schließlich 3:7 geschlagen geben. Die Enttäuschung über die Finalniederlage wich jedoch schnell dem Stolz auf eine außergewöhnliche Leistung. Der MFBC Leipzig ist Deutscher Vizemeister 2026. Damit gehört die Mannschaft offiziell zu den zwei besten U13-Teams Deutschlands.
Daniel Tumusiime wird Topscorer der Deutschen Meisterschaft
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Kapitän Daniel Tumusiime. Mit 19 Toren und 11 Vorlagen wurde er verdient Topscorer der Deutschen Meisterschaft und unterstrich eindrucksvoll seine außergewöhnliche Offensivqualität.
Mehr als Silber
Der Vizemeistertitel ist der verdiente Lohn für eine intensive Saison mit unzähligen Trainingseinheiten, Turnieren und großem Engagement aller Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt den Trainerinnen und Trainern, den Eltern, den vielen mitgereisten Fans sowie allen Unterstützern des Vereins. Sie alle haben ihren Anteil daran, dass dieses Wochenende unvergesslich bleibt. Jetzt geht es für die Mannschaft zunächst in die wohlverdiente Sommerpause. Mit der Gewissheit, dass sie nicht nur Deutscher Vizemeister geworden ist, sondern vor allem gezeigt hat, was den MFBC Leipzig ausmacht: Leidenschaft. Zusammenhalt. Charakter.

Bericht: Peter Elster
Bilder: Fam. Geidel




